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Schwimmunterricht

Das Hallenbad / Lido befindet sich im Dorf. Es entfallen Kosten für den Transport der Lernenden zum Hallenbad. Das Hallenbad steht drei Mal wöchentlich ausschliesslich dem Schulschwimmen zur Verfügung. So hat die Schule ideale Voraussetzungen für einen regelmässigen, qualitätsvollen Schwimmunterricht im Rahmen des Schulsports.

Ziele

 Inhalte

Organisation

Regelmässiger Schwimmunterricht

Fachlehrperson Schwimmen

Die Fachlehrperson Schwimmen (Mindestanforderung: LeiterIn aqua-prim, Brevet Pool Plus) ist für die Planung und Durchführung des Schwimmunterrichts verantwortlich. Sie ist auf den Schwimmsport spezialisiert und erfüllt die kantonalen Vorgaben für Sicherheit im Schwimmunterricht. Sie plant den Unterricht von der 1. bis zur 6. Klasse, sowie vier Lektionen Wassergewöhnung mit den Kindergartenklassen.
Die Klassenlehrperson wirkt aktiv im Unterricht mit. Sie kennt die Lernenden in ihrem ganzheitlichen Lernverhalten, was den fächerübergreifenden Unterricht fördert. Sie ist mit der Schwimmtechnik vertraut, ebenso mit den Sicherheitsvorkehrungen für den Schwimmunterricht. Sie setzt gemäss Planung ihren Auftrag um, z.B. den Unterricht der Halbklasse. Sie regt auch Spiele an, betreut Gruppenaufträge oder übernimmt Förderaufgaben.

Unterrichtsformen

Ganze Klasse, Halbklasse, kooperative Formen mit dem Schwimmpartner, Gruppenarbeit. Kein Einzelunterricht.

Wassergewöhnung

Der anspruchsvollste Schritt beim Lernen des Schwimmens ist die Wassergewöhnung schlechthin. Ein Kind, das sich nicht ans Wasser gewöhnt hat, wird sich kaum auf seine Körperbewegung im Wasser konzentrieren können. Die Eltern und Erziehungsberechtigten sorgen dafür, dass das Kind im Kleinkind- und Vorschulalter genügend Anregung zur Wassergewöhnung hat.

Wassergewöhnung, aber wie?

Eine Möglichkeit bietet die Badewanne zu Hause, ein idealer Spielplatz für Kinder! Wertvoll ist auch der regelmässige Freizeitausflug ins Hallenbad.  Welches Kind hat keinen Spass beim Ballwerfen, Hüpfen, Singen, Fangisspiel im Wasser! Man spritzt sich gegenseitig an, leert einander gefüllte Becher über den Kopf, spielt mit nassen Waschlappen, kocht am Bassinrand mit Plastikgeschirr, tauscht sein nasses T-Shirt mit dem Geschwister…den Ideen zum Spiel im Wasser sind kaum Grenzen gesetzt. Das Kind gewöhnt sich durch Spass an das Wasser, ohne es zu merken. Ans Schwimmen soll es dabei nicht denken. Mit der Freude am Nass ergibt sich dieser Wunsch von selbst.

Und die Schwimmbrille?

Das Kind soll sich zur Wassergewöhnung keine Schwimmbrille aufsetzen. Es soll sich nicht vor dem Wasser schützen, sondern sich an das Wasser gewöhnen. Schwimmt das Kind längere Strecken, ist die Schwimmbrille eine gute Unterstützung, denn das Gesicht ist beim Schwimmen im Wasser. Beim Tauchen und Spielen ist das Tragen einer Schwimmbrille aber gefährlich. Zudem kann das Kind den Schwimmunterricht schlecht mitverfolgen, weil Brillengläser anlaufen und die Sicht dadurch behindert ist.

Wassergewöhnung im Schulschwimmen

Im Schulschwimmen wird die Wassergewöhnung  auf spielerische Weise und in der Gruppe vertieft. Dies bis zur 1. Klasse. Die Lernenden üben das differenzierte Ausatmen unter Wasser durch Nase und Mund, die Augen unter Wasser zu öffnen, die Atmung zu rhythmisieren.
Die Füsse lösen sich vom Grund und die Lernenden erleben das astronautische Gefühl des Schwebens. Der Auftrieb wird mit der Atmung reguliert. „Ich chan uf em Wasser ligä wie e Seerosä!“ Das Kind atmet ein und behält die Luft in der Lunge. „Ich chan landä wie en Flugi!“ Kontinuierliches Ausatmen durch Mund und Nase lässt den Körper auf den Bassingrund sinken.
Grundlegende physikalische Gesetze werden am eigenen Körper erprobt. Die Wassergewöhnung ist abgeschlossen. Das Kind ist des Wassers mächtig geworden. Es ist nun bereit die Schwimmbewegungen zu erwerben.
Einzelunterricht zur Wassergewöhnung ist im Schulschwimmen nicht vorgesehen. Hat ein Kind besonders Mühe, sich an das Wasser zu gewöhnen, ist angezeigt, einen Schwimmkurs auf der Stufe „Wassergewöhnung“ zu besuchen.